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Montag, 18. Dezember 2017

Kuenstler

Ulrike-Anima Mathé

im Oktober 1997 im Fono Forum noch als „Geheimtipp“ vorgestellt, gehört inzwischen zu den profiliertesten Geigensolisten der jüngeren Generation. Suggestive Ausdruckskraft, natürliche Anmut des Tons, sensible Intelligenz und eine unerschöpflich inspirierende Klangfantasie kennzeichnen ihre Interpretationen. Ihr Repertoire umfaßt die großen Standardwerke der konzertanten und kammermusikalischen Literatur vom Barock bis zur Moderne ebenso wie verborgene Perlen von Karol Szymanowski, Gabriel Fauré, Wolfgang Korngold oder Max Reger – sowie Kompositionen der Gegenwart. Mehrere Violinkonzerte wurden speziell für die Künstlerin geschrieben und von ihr uraufgeführt; weitere befinden sich in Vorbereitung.

Als Solistin arbeitet Ulrike-Anima Mathé unter anderem mit der Tschechischen Philharmonie, dem Dallas Symphony Orchestra, der Camerata Academica Salzburg, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Ungarischen Rundfunkorchester zusammen. Sie gastiert bei den Berliner Festwochen, den Luzerner Festwochen, den Festspielen in Schwetzingen und Ludwigsburg und bei internationalen Kammermusikfestivals von Lockenhaus und Hitzacker. Zu ihren Duopartnern zählen Bruno Canino, Alexander Lonquich und Matthias Kirschnereit.

Die aus Deutschland stammende Geigerin studierte bei Françoise Zöldy in Basel, bei Dorothy DeLay an der Juilliard School in New York und bei Tibor Varga in Detmold. Darüber hinaus verdankt sie Sandor Végh, György Sebök und Rudolf Serkin besondere Förderung und Anregung. Die Teilnahme an der von Serkin geleiteten Marlboro School of Music in Vermont/USA und an Open Chamber Music in Cornwall sowie das Studium historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum in Basel sind weitere Stationen ihres künstlerischen Werdegangs.

Als 1. Preisträgerin  des Europäischen Violinwettbewerb in Wien 1985, des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn 1986, der Young Concert Artists Audition in New York 1988 und als Preisträgerin und Publikumssiegerin beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 1989 eröffnete Ulrike-Anima Mathé die internationale Konzertlaufbahn mit Auftritten in der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, im Mozarteum Salzburg, im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Alice Tully-Hall New York und im Kennedy-Center Washington.

Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen hat Ulrike-Anima Mathé CD-Einspielungen bei Harmonia Mundi und Dorian Recordings vorgelegt, darunter die erste Gesamtaufnahme der sieben Solosonaten, op. 91 von Max Reger, die vom Magazin Stereophile zum 'recording of the month' gewählt wurde. Seit 1999 unterrichtet die Künstlerin als Professorin an der Musikhochschule Detmold.